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Montag, 10. August 2015, 20:05

Noch zur Azusa Street Bewegung: Was soll daran dämonisch gewesen sein??


...allein schon die Aussage der Jenny Moore nach ca. 2,5 Minuten Video deutet darauf hin: "...es war, als sei etwas in mir zersprungen und durchflutete meinen Körper. Als es (!) meinen Mund erreichte, wurde es zu einer Sprache, die Gott mir gegeben hat." Das klingt ausgesprochen unbiblisch. Man muss auch ganz klar das dämonische "Zungenreden" (= unverständliche, nicht real existierende Fremdsprache, "Lallen") vom biblischen, apostolischen Sprachenreden aus Apg 2,8 UNTERSCHEIDEN: "Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind?" Das waren real existierende Fremdsprachen aus verschiedenen Ländern. Die Gabe Gottes war es nun, dass die Gläubigen nach der Ausgießung des Geistes zu Pfingsten eben in diesen Sprachen predigen (und zwar verständlich und SINNvoll biblisch!) konnten, die sie niemals vorher gelernt hatten. DAS war das Wunder. Es ist ausschließlich auf dieses Ereignis und auf diese Zeit begrenzt - so wie andere apostolische "Zeichen", die eben nur dazu gedacht waren, die Botschaft mit der Autorität Gottes zu versehen.

Aber ich verstehe jetzt auch ein wenig besser die Historie und Chronologie dieser "Heiligungsbewegung", die ja wohl auch von den USA hier herüber geschwappt ist. In Süddeutschland und der Schweiz (Christian357??) scheint sie über den Pietismus sehr verbreitet gewesen zu sein.

Ich kann mir jetzt auch vorstellen, wie das so abgelaufen ist: Der dröge und freudlose "Radikal"-Pietismus, der ja nun wirklich keine Freude im HERRN hervorruft (dieser Frömmigkeitsstil hat sich ja entwickelt wie ne Art deutsche Amish-People) ist für die nachfolgenden Generationen so abstoßend gewesen, dass sie nun wiederum Gefahr liefen, ins andere Extrem zu fallen (Schwärmerei). Andererseits befördert diese Auffassung von der Selbstanstrengung zur Heiligung auch die Werksgerechtigkeit der Evangelisch-Lutherischen. Das passt gut zusammen. Dazu eine gute Portion Menschenverehrung (im Video kommen fast nur irgendwelche menschliche Gemeindeleiter und Erweckungsbeauftragte vor, nicht aber der Name Jesus Christus) und nicht mehr in die Bibel geschaut und auf den HERRN, da haben wir den Salat. Es scheint mir, dass insbesondere "strenggläubig-evangelische" Christen mit pietistischem Hintergrund besonders gefährdet sind, von der Charismatik angezogen zu werden (siehe auch das Zeugnis von KHK als Ex-Charismatiker und seine Gründe in der Sehnsucht nach Freude, Gemeinschaft, Fröhlichkeit). Dann stellen sie fest, dass das auch schlecht ist, weil diese Irrlehre satanisch ist (brauchen aber meist lange, bis sie sich davon lösen können) und werden oft wie Ex-Raucher erbitterte Gesetzliche.

Einen kindlich-freimütigen Umgang mit "Abba, lieber Vater" oder unserem HERRN Jesus, der uns Seine "Freunde" nennt, würde ich ihnen persönlich wünschen - und ein weniger bedrohlich gestimmtes Christenleben unter dem allzeit über ihnen wachenden Gott, der "täglich zürnt". So kann echte Freude über die Erlösung doch nicht aufkommen - und meist sieht man ihnen das sogar an. Hängende Mundwinkel und gestrenger Blick, vielleicht noch ein steifer Kragen, das sind die Heiligen, über die die Welt sich leider in Film, Funk und TV nur lustig macht. Aus meiner Sicht zu Recht.

Und für die "Zungenredner" gilt: 1. Korinther 14!

Unhappy_Smiley
Signatur von »Annabel66« MARANATHA!

Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

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